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Glücksmomente-Polygraf

5 Glücksmomente im Polygrafenalltag

Es gibt Dinge im Berufsalltag, die einem ein zufriedenes Lächeln ins Gesicht zaubern können. Aussenstehende schütteln angesichts der folgenden Aufzählung vermutlich verwundert den Kopf und haben das „Nerd“ schon auf der Zunge. Aber für mich als Polygraf zählen diese 5 Dinge zu den absoluten Glücksmomenten.

  • Erfolgreich angedockt
    Man arbeitet also an diesem Monster von Datei mit all seinen Ebenen, Hilfslinien und Boxen und versucht, ein neues Element an die richtige Stelle zu schieben. Und dann passiert es – wie von Geisterhand Dock das neue Element an der richtigen Stelle an und sitzt perfekt am dafür vorgesehenen Ort – einfach ein tolles Gefühl.
  • Die V1-Freigabe
    Jeder kennt es – man legt sein ganzes Herzblut in ein Projekt, steckt viel Liebe in die Umsetzung und schickt sein Werk dann zur Freigabe an den Kunden. Und dann geschieht das Wunder: das Layout, die Website oder das Logo bekommt eine direkte Freigabe in der ersten Version. Wow! Ein erhabenes, Zen-artiges Gefühl der Zufriedenheit und des Glücks überkommt einen, wohlwissend um die Seltenheit des soeben Passierten. Um die V1-Freigabe ranken sich entsprechend viele Mythen und Legenden.
  • Die perfekte Erscheinung
    Die Unmengen an Daten, die heutzutage gestemmt werden müssen, zwingen unsere Rechner immer wieder in die Knie. Gerade die Kollegen aus dem Bild-, Video-, und 3D-Bereich können davon wohl ein Lied singen. Umso befriedigender ist es dann doch, wenn die Kiste rechnet und rechnet – und dann, nach schier unendlicher Wartezeit das gewünschte Ergebnis auf dem Bildschirm erscheint. Da hält man schon mal kurz inne und geniesst diesen Glücksmoment.
  • Minimalistisch und schön
    Auch wenn man per Mail mittlerweile schon ordentlich Bytes versenden kann, hin und wieder spielt eine kleine Datengrösse eben doch noch eine grosse Rolle. Und gerade bei PDFs ist das Runterrechnen so eine Sache, die manchmal dem Lottospielen gleichkommt. Wenn dann aber nach dem Downsize hinten eine hübsche Datei ausgespuckt wird, die von eben noch 80 MB auf ein paar wenige Kilobytes runtergedampft wurde, ist das einfach immer wieder ein Lächeln wert.
  • Der Stand der Dinge
    Er hat absoluten Seltenheitswert und deshalb gehört dieser Glücksmoment eigentlich auch mit zu den schönsten. Denn dieser Glücksmoment beginnt mit blankem Horror – meist in Form einer Fehlermeldung, eines sich ausgrauenden Bildschirms oder einer sich nicht enden wollenden, drehenden Grafik: der Absturz, ohne davor gesichert zu haben. Man startet also neu, fällt vor seinem Rechner in Stossgebete und erblickt dann tatsächlich eine automatische Sicherungskopie mit dem aktuellen Stand der Arbeit. Da werden dann auch schon mal ein paar Glückstränen verdrückt. Und das Genie, welches dieses Sicherungs-Tool programmiert hat, gehört sowieso heiliggesprochen. Danke, danke, danke.

                                                                                                                              Matthias Frischknecht