Jana's Blog

Liebe Leserinnen und Leser

Wir möchten in dieser vor-Weihnachtszeit das Wort an unsere Mitarbeiterin Jana Fässler geben. Jana ist im Februar 2015 zu uns gestossen, vermittelt über Cavere.

Jana’s Leben nahm nach einem unverschuldeten Verkehrsunfall eine einschneidende Wendung. Mit unheimlich viel Geduld und riesigem Einsatz hat Jana sich zurück in die Selbständigkeit im Alltag gekämpft. Bis heute sind alltägliche Dinge für Jana zum Teil eine grosse Herausforderung, die sie aber mit einer Selbstverständlichkeit meistert, die jedem von uns immer wieder ein Vorbild ist!

Jana hat eine Blogreihe mit 4 Blogs verfasst, in der sie erzählt, wie es ihr ergangen ist und wie sie sich dabei gefühlt hat. Wir veröffentlichen jeden Freitag 1 Blog. Wir freuen uns, Jana in unserem Team zu haben und danken ihr, dass sie ihre Geschichte teilen will und somit den Menschen Mut macht, das Schicksal hinzunehmen, nicht aufzugeben und vorwärts zu schauen.

Mein Leben, unbeschwert und voller Tatendrang

Teil 1 von 4. Mit diesem Blog möchte ich Euch, liebe Leserinnen und Leser, einen Einblick in meine Lebensgeschichte geben.


Ich bin aufgewachsen in Engelburg und lebte mit meinem älteren Bruder und meiner Mami zusammen in einer Wohnung. Meine Eltern trennten sich als ich zwei Jahre alt war. Mit meinem Papi hatte ich keinen Kontakt aber ich durchlebte trotzdem eine schöne Jugendzeit. Ich kam sehr gut durch die Schule, hatte viele Hobbies  (Leichtathletik, Geräteturnen, Klarinette spielen, Babysitten, und vieles Mehr) und viele Freunde. Wir hatten bis ich 8 Jahre alt war keinen Fernseher Zuhause, deshalb habe ich viel draussen gespielt. Ich war viel bei meinen Grosseltern auf dem Bauernhof oder ich spielte draussen mit meinen Freunden.


In meiner Jugendzeit war es mir immer wichtig, dass ich gute Beziehungen pflegen konnte. Ich vertrat immer konsequent meine Meinung, aber ich respektierte auch andere Ansichten.

Ich war in meiner Einstellung immer positiv und war stets unbeschwert, um etwas Neues auszuprobieren. Kurz gesagt, ich hatte eine Jugendzeit, die man sich nur wünschen konnte.

Der Entscheid für meine Berufsausrichtung war schnell klar. Ich wollte mit Menschen in Kontakt sein und ihnen bei Problemen helfen. Nach ein paar Schnupperzeiten in Drogerien erkannte ich das Spannende des Verkaufs, der Beratung und das Interesse an den vielfältigen Produkten. Nach meiner vierjährigen Lehrzeit arbeitete ich für zwei Jahre in einer neuen Drogerie und absolvierte nebenbei für ein Jahr die Ausbildung als Kosmetikerin. Danach ging ich für drei Monate für eine Auszeit nach Australien, um die englische Sprache zu lernen und ein anderes Land zu erkunden. Zurück in der Schweiz erlebte ich eine intensive Berufszeit. Ich machte mich mit meiner Kollegin als Kosmetikerin mit einem 50% Pensum selbständig und arbeitete zugleich noch zu 50% in der Apotheke einer Klinik. Des Weiteren arbeitete ich sonntags in einem Altersheim im Café und zusätzlich ging ich noch zweimal pro Woche in die Abendschule für das kaufmännische Kaderdiplom. Nicht dass dies genügt hätte, so war ich auch praktisch immer im Ausgang anzutreffen und organisierte in dieser Zeit als Trauzeugin die Hochzeit meiner Kollegin. Ich war voller Tatendrang und ich konnte nie genug gefordert werden.

In meiner Jungerwachsenenzeit war mir immer wichtig, dass ich mich fortbilden und Neues erleben konnte. Es musste alles möglichst schnell gehen und zudem auch noch genau sein.

Dies war aber nicht lange so,…