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Neues aus Absurdistan: der Serviervorschlag

Als Packaging-Spezialist fallen mir immer wieder mal Kuriositäten in die Hände. Vor allem der berühmt berüchtigte „Serviervorschlag“, der auf Verpackungen aufgedruckt wird, lädt immer wieder zum Schmunzeln ein.

Klar verstehe ich den Sinn des „Serviervorschlag“- oder „Symbolbild“-Hinweises, weiss um die rechtliche Brisanz, und ja, hin und wieder mag er auch gerechtfertigt sein. Aber in welcher absurden Weise der Hinweis teils angewendet wird, lässt mich fragend zurück. Man könnte meinen die Verkäufer halten ihre Konsumente für, sagen wir mal, nicht die Klügsten. Oder wieso prangert neben einer ca. 30 cm grossen Pomme Frites der Hinweis „Symbolbild“? Ja, wir wissen, dass die Teile in der Regel nicht so lang wie ein Unterarm sind! Und es geht doch wohl auch niemand davon aus, dass er nach dem Öffnen der Tütensuppe ein Arrangement vorfindet, wie es das Bild auf der Packung anpreist. Teils treibt diese Hinweiswut schon seltsame Blüten – das Internet ist voll mit Beispielen und Memes. Einfach mal „Serviervorschlag“ in die Suchmaschine eingeben und sich amüsieren. Und auch in diversen Sub-Reddits wird das Thema herrlich auseinandergenommen. Tiefkühlkost muss erst gekocht werden, in der Nudelsuppe sind weder Teller noch frisches Gemüse enthalten und das Steak kommt auch nicht heiss gebraten aus der Packung. Ich glaube, wir haben es alle verstanden liebe Produzenten.

                                                                                                                              Matthias Frischknecht